Strom sparen mit Gefrierschränken

Hier einige nützliche Tipps rund um das Strom Sparen bei Gefrierschränken

Strom sparen mit Gefrierschränken

Gefrierschränke gehören zu jenen Haushaltsgeräten, die ständig in Betrieb sind und den ganzen Tag laufen, somit ist es hier durchaus ratsam, sich mit dem Thema Energie Sparen beim Gefrierschrank zu befassen. Im Jahr 2022 können Stromkosten sonst schnell dramatisch ansteigen und nicht zuletzt bei alten Geräten, merkt man oft spät, dass vielleicht gar etwas defekt ist und man unnötig tausende Kilowattstunden Strom im Jahr verschwendet. Kommen wir nun also zu unseren Tipps in Sachen Energiesparen.

Tipp 1: Für eine reibungslose Wärmeabfuhr sorgen

In jedem Fall sollte man die Wärmeabfuhr im Blick haben und darauf achten, dass das sich auf der Rückseite eines Gefrierschranks befindende und schlangenförmige Kühlrohr bzw. der Verflüssiger nicht zu heiß wird. Damit der Gefrierschrank funktioniert und das auch effizient tut, sollte in jedem Fall die Wärme gut abziehen können. Gibt es hier Probleme, kann dies zur Steigerung des Stromverbrauchs führen. Hier einige Tipps dazu:

  • Bei Einbaugeräten muss der Küchenschrank, in den das Gerät eingebaut ist, unbedingt ausreichend große Lüftungsöffnungen haben. Siehe Bedienungsanleitung des Gerätes.
  • Bei Unterbaugeräten muss entsprechend z. B. die Küchenplatte, unter der das Gerät steht, eine ausreichend große Lüftungsöffnung haben.
  • Die Lüftungsöffnungen dürfen nicht verdeckt werden.
  • Der Abstand zwischen der Rückseite des Gefrierschranks und der Wand muss ausreichend groß sein. Siehe Bedienungsanleitung des Gerätes.
  • Entstauben Sie das Kühlrohr einmal im Jahr. Eine Staubschicht auf dem Kühlrohr beeinträchtigt die Wärmeabfuhr.

Tipp 2: Den Gefrierschrank in einem möglichst kühlem Raum betreiben

Je größer der Unterschied zwischen der Gefriertemperatur im Gefrierschrank und der Umgebungstemperatur ist, desto mehr muss der Gefrierschrank leisten. Beachten Sie deshalb folgende Tipps:

  • Der Raum, in dem der Gefrierschrank steht, sollte nicht zu warm sein.
  • Der Gefrierschrank sollte nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
  • Das Gerät sollte nicht direkt neben einer Heizung, einem Herd oder neben sonstigen Wärmequellen stehen.

Überlegen Sie, ob Sie die Temperatur des Raumes, in dem der Gefrierschrank steht, um einige Grad senken können. Im Winter könnten Sie beispielsweise die Küche weniger beheizen. So sparen Sie nebenbei noch Heizkosten.

Achtung: Die Umgebungstemperatur darf jedoch nicht zu kalt sein, siehe Seite .

Tipp 3: Gefrierschranktür immer nur kurz öffnen

Dieser Tipp ist einer der wichtigsten und er ist leicht anwendbar. Immer, wenn Sie die Tür des Gefrierschranks öffnen, gelangt warme Umgebungsluft in den Gefrierschrank. Diese Luft muss auf Gefriertemperatur gekühlt werden – was natürlich Strom kostet. Beachten Sie deshalb folgende Tipps:

  • Öffnen Sie die Tür des Gefrierschranks immer nur kurz.
  • Überlegen Sie möglichst zuerst, was Sie benötigen, und öffnen Sie erst dann die Tür.
  • Sortieren Sie das Gefriergut nach einem Prinzip in die Fächer. So brauchen Sie weniger zu suchen und können gezielt Gefriergut entnehmen.

Übrigens: Das Problem „Gefrierschranktür öffnen“ ist eins der wichtigsten Argumente für Gefriertruhen. Wegen der anderen Bauweise ist das Öffnen bei Gefriertruhen kaum ein Problem, weshalb sie unter gleichen Bedingungen ca. 10-20 % weniger Strom verbrauchen als Gefrierschränke.

Tipp 4: Den Gefrierschrank auf die richtige Temperatur einstellen

Jeder Gefrierschrank hat einen Regler, mit dem die Kühlleistung eingestellt werden kann. Wie viel Kühlleistung benötigt wird, ist zum Beispiel davon abhängig, wie voll das Gerät beladen ist. Wichtig ist, dass das Gefriergut zuverlässig auf ca. -20 bis -18 °C gekühlt wird. Falls jedoch ein Gefrierschrank nur wenig beladen, der Kühlregler aber auf die höchste Stufe eingestellt ist und im Gefrierschrank -30 °C herrschen, dann wird Strom verschwendet. Beachten Sie deshalb folgende Tipps:

  • Stellen Sie den Kühlregler so ein, dass es im Gefrierschrank nicht wesentlich kälter als -20 °C ist.
  • Falls Sie viel Gefriergut entnehmen oder einlegen, denken Sie auch daran, mit dem Kühlregler die Kühlstufe anzupassen.

Tipp 5: Eisbildung vermeiden

Eine Eisschicht im Gefrierschrank beeinträchtigt die Kühlleistung! Das Eis ist zwar ebenfalls kalt, jedoch nicht kalt genug. Denn Wasser gefriert bereits bei 0 °C, im Gefrierschrank muss es aber -18 °C oder kälter sein. An oder hinter den Innenwänden des Gefrierschranks befinden sich so genannte Verdampfer (siehe Seite Funktion). Die Verdampfer nehmen die Restwärme aus der Luft des Gefrierschranks auf und führen sie nach außen. Sind die Innenwände und somit die Verdampfer jedoch mit einer Eisschicht bedeckt, sind sie praktisch isoliert. Die Luft des Innenraums gelangt dann nicht mehr an die Verdampfer – und die Verdampfer können der Luft kaum noch Wärme entziehen. Beachten Sie deshalb folgende Tipps:

  • Falls sich im Innenraum des Gefrierschranks eine Eisschicht befindet, tauen Sie den Gefrierschrank ab.
  • Öffnen Sie die Tür des Gerätes so selten wie möglich. Bei jedem Öffnen gelangt Umgebungsluft und somit Luftfeuchtigkeit in den Gefrierschrank.
  • Die Luftfeuchtigkeit des Raumes, in dem der Gefrierschrank steht, sollte möglichst niedrig sein.
  • Verpacken Sie das Gefriergut gut. Auch von schlecht verpacktem Gefriergut kann Feuchtigkeit in den Gefrierschrank gelangen und Eisbildung begünstigen.

Tipp 6: Kein warmes Gefriergut in den Gefrierschrank legen

Ein Gefrierschrank entzieht dem Gefriergut Wärme. Dieser Vorgang kostet Energie. Um Energie zu sparen, sollte Gefriergut, dass wärmer als Zimmertemperatur ist, zunächst außerhalb des Gefrierschranks abkühlen. Diese Abkühlung braucht dann nicht der Gefrierschrank zu leisten.

Tipp 7: Eisakku verwenden

Eisakkus helfen dabei, im Gefrierschrank zuverlässig die nötige Kälte zu halten. Bei Stromausfällen, zu langer Öffnung der Schranktür oder bei anderen Störungen steigt die Temperatur im Gefrierschrank dann langsamer an. Beachten Sie deshalb folgenden Tipp:

  • Legen Sie in das oberste Gefrierfach einen Eisakku auf die Lebensmittel.

Tipp 8: Gefriervolumen verringern

Der Stromverbrauch eines Gefrierschranks hängt wesentlich von seiner Größe ab. Besitzt man einen großen Gefrierschrank, den man aber vorübergehend nur zum kleinen Teil auslastet, kann sich die Verwendung einer Isolationsplatte lohnen. Mit einer Isolationsplatte kann man den Innenraum eines Gefrierschranks in zwei Hälften teilen. Die unbenutzte Hälfte wird nicht gekühlt. Dadurch kann Strom gespart werden. Manche Hersteller von Gefrierschränken bieten Isolationsplatten als Zubehör an.

Tipp 9: Türgummis überprüfen

Eine der häufigsten Ursachen für Gefrierschränke, die übermäßig viel Strom verbrauchen, sind undichte Türgummis. Ist das Türgummi eines Gefrierschranks undicht, dringt permanent warme Umgebungsluft ein. Die Folge ist, dass der Gefrierschrank andauernd kühlen muss, sich kaum noch abschaltet und somit wesentlich mehr Strom verbraucht als normal. Bloß: Die Undichtigkeit von Türgummis fällt im Alltag kaum auf, erst recht nicht bei Einbaugeräten. Die Undichtigkeit ist außerdem schleichend; erst minimal, mit der Zeit langsam immer stärker. Bis irgendwann die Stromrechnung so hoch ist, dass man nach der Ursache forscht und hoffentlich auf das undichte Türgummi stößt.

Es lohnt sich daher, die Dichtigkeit der Türgummis einmal jährlich zu überprüfen. Bei alten Geräten besser häufiger. Die Dichtheit der Türgummis überprüfen Sie am besten so:

  1. Bei Einbaugeräten: Bauen Sie den Gefrierschrank aus. Nur so können Sie wirklich jede Stelle des Türgummis begutachten.
  2. Stellen Sie eine helle, kabellose Lampe in den Gefrierschrank, beispielsweise eine große Taschenlampe.
  3. Verdunkeln Sie den Raum, in dem der Gefrierschrank steht.
  4. Schließen Sie die Schranktür.
  5. Schauen Sie entlang des Türgummis – auch an der Unterseite des Gefrierschranks -, ob irgendwo Licht aus dem Innenraum sichtbar ist.

Falls kein Licht aus dem Innenraum nach außen dringt, sind die Gummis wahrscheinlich dicht. Dringt jedoch Licht nach außen, sollten Sie schnell handeln, wenn Sie keinen Strom verschwenden wollen. Je nach Hersteller sind Türgummis als Ersatzteil erhältlich. Eine Entscheidungshilfe dafür, ob sich der Reparaturaufwand lohnt oder ob Sie besser einen neuen Gefrierschrank kaufen, bieten wir ebenfalls hier.

Tipp 10: Den richtigen Gefrierschrank kaufen

Genau genommen beginnt das Energiesparen schon beim Kauf eines Gefrierschranks. Sehr wichtig ist die Energieeffizienzklasse. Die beste Energieeffizienzklasse ist derzeit „A+++“. Ebenfalls sehr wichtig ist eine für Ihren Bedarf richtige Größe des Gefrierschranks. Mehr Tipps, was Sie schon beim Kauf eines Gefrierschranks beachten sollten, erhalten Sie auf der Seite Auswahl.

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